April, April auf Netzpolitik.org

Bildschirmfoto vom 2013-02-21 12:21:38
Heute schockierte Netzpolitik offenbar Teile einer unbedarften Netzgemeinde. So erfuhr ich von dem Text, als mich ein Musiker in Sachen GEMA anrief, um eine BKA Stellenausschreibung zu einem “Spezialexperten” zu kommentieren, die auch den Einsatz an den GEMA Grenzen durch das BKA betraf.
Netzpolitik.org
Wer dann diverse verwirrte Twittermeldungen und Kommentare auf dem Blog liest, stellt fest, das doch der ein oder andere darauf hinein fiel.
Natürlich kann man hier nur Entwarnung geben und an die Aufmerksamkeit gegenüber allen Textbeiträgen appellieren. Medienkompetenz bedeutet auch Satire und Reales unterscheiden zu können.
Auch wenn der Karneval vorbei ist und das BKA oft genug traurige Realsatire liefert – dieses “offizielle” BKA schreiben ist ein Trollwerk.

Vom ersten Absatz an trieft die Satire aus dem PDF, das ein BKA Emblem ziert:

Selbständige Installation eines Betriebssystems für Dienstreisen auf der Datenautobahn,
Stichpunkt-artige Probenentnahme einzelner TCP/IP Pakete und Pflege der engen
Zusammenarbeit mit der Bundespolizei bei der Inspektion importierter TCP/IP Pakete an
den Grenzen des Bundesgebietes,Herrn
Unterstützung des Bundesgrenzschutzes und der GEMA beim Firewall-Einsatz und
Internetfiltervorhaben,
Lautstarkes Wehklagen über die fehlende Vorratsdatenspeicherung, gerne auch auf
Volksfesten in enger Kooperation mit dem Gundremminger Polizeichor,
Beobachtung und Kontrolle von Bürgern beim Eintritt in das Internet,
Streifengang bei Google Streetview und anderen Online-Kartendiensten,
Erkennungsdienstliche Verarbeitung von Internetprotokollnummern für spätere
gerichtsfeste Verwendung durch Partner aus der Industrie,
Durchsetzung der einschlägigen Vorschriften der BaFin in Tauschbörsen,
Wartung und Instandhaltung von Notrufsäulen in Chatrooms,
Kleinere Flickrarbeiten an Sozialen Netzen (eine Genehmigung gem. LFischScheinG ist
nicht erforderlich),
Einlasskontrollen an größeren Web-Portalen,

Nicht nur, das jede Zeile einen Kalauer für sich selbst darstellt. Es stammt auch noch aus dem angeblichen Leakarchiv von Herrn Leitner, der im Netz den meisten durch seinen Fefe Blog bekannt sein dürfte.

Dennoch: Netzpolitik.org sollte sich seiner wichtigen Position bewusst sein und parodistische oder satirische Beiträge mit einer Warntafel versehen.
Zuviel wird häufig unkritisch gelesen und verbreitet.

Ich hoffe Markus Beckedahl prüft redaktionelle Eingänge sorgfältig, bevor er sie auf seinem Blog veröffentlicht.

Oder war heute erster April?

PS: Danke an Fefe, you made my day🙂

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