Appell an unsere Ideale

Liebe Freunde,

ich möchte mich heute an Euch wenden, weil mir etwas auf dem Herzen liegt. Und zwar schon seit einigen Wochen. Ich bitte Euch, mir kurz Eure Aufmerksamkeit zu schenken und mit etwas Glück erreiche ich mit diesem Appell nicht nur Euren Kopf, sondern auch Euer Herz.

Ich bin – wie viele von euch – Pirat geworden, weil ich Demokratie endlich jeden Tag, jede Stunde leben und mitgestalten will und nicht nur einmal in vier Jahren.
Ich setze meine Hoffnungen auf den Wandel von der Industrie- zur Wissensgesellschaft. Unser Programm ist von diesem Aufbruch durchdrungen. Wie ein roter Faden verbindet er digitale Kernthemen mit allen Bereichen der Gesellschaft.

Die Gesellschaft, die wir uns wünschen unterscheidet sich wesentlich von einer turbokapitalistischen Zukunft. Eine Zukunft die uns droht, wenn Politiker wie bisher den digitalen Wandel missdeuten. Wenn der Kapitalismus unkontrolliert in jede noch so kleine Pore der Gesellschaft und des Netzes dringt. Wenn unsere Daten und das Privateste wirtschaftlich instrumentalisiert und verwertet werden.

Sicher, bei uns hat sich insbesondere im letzten Jahr sehr viel, sehr schnell verändert: Wir haben einen unglaublichen Zulauf an Neumitgliedern gehabt und die Medien haben uns mit einem Übermaß an Aufmerksamkeit überschüttet. Unsere Strukturen sind an die Grenze der Belastbarkeit geraten. Das liegt daran, dass viele Menschen unsere Unzufriedenheit mit der verkrusteten Politik teilen und etwas ändern wollen.

Einige von Euch haben mich in den letzten Wochen immer wieder gebeten, etwas zu dieser aktuellen Krise zu sagen, die sich wie ein Abgrund vor uns auftut. Und ja – es ist herzzerreißend. Mir war mir schon lange nicht so oft zum Heulen zumute wie in diesen Tagen.
Es scheint, als wenn unser gemeinsamer Traum langsam zerbricht

Warum?
Weil uns die Lorbeeren des letzten Sommers faul und feige gemacht haben.
Weil Mut in der inhaltlichen Arbeit oft mit einer Spirale des Hasses quittiert wird.
Weil wir nicht mehr an der Basis lauschen, sondern nur noch einzelnen Schreihälsen zuhören.
Weil wir das, was wir uns im Großen für unser Land wünschen, im Umgang miteinander immer öfter zu vergessen.
Weil wir zuviel auf Zeitungen und Fernsehnachrichten geben.

Statt Gemeinsamkeiten sehen wir oft nur noch Gegner in den eigenen Reihen. Motivierte und engagierte Mitglieder und Unterstützer wenden sich enttäuscht wieder von uns ab.
Missgunst, Egoismus und Machtgier zerfressen uns von innen und rauben uns die Kraft.
Kraft die wir alltäglich und insbesondere im Wahlkampf dringend brauchen.

Zu unseren internen Problemen kommen Zweifel an unserer Arbeit: Wir füllen Ämter und Mandate nicht immer so aus, wie es von uns erwartet wird. Wir enttäuschen Hoffnungen.
Es liegt vielleicht daran, dass alle in einer Ellenbogengesellschaft groß geworden sind. Das Streben danach, Vorgesetzter zu sein, Autorität darzustellen. Wie diese dämlichen Sprüche in der Werbung, die jungen Leuten einflüstert: „Willst Du die Karriereleiter immer nur von unten sehen“

Dabei soll doch das Amt in der Piratenpartei etwas ganz anderes bedeuten: Demut vor der Vielfalt und Kristallisationspunkt der Meinungsäußerung aller.

Wir müssen unseren Gründungsmythos einer antiautoritären Demokratie weiterdenken. Unsere Amtsträger müssen dem Prinzip einer auf den Kopf gestellten Machtverteilung folgen.

Amtsträger sind die Vertreter vitaler Basisentscheidungen und Positionen. Sie haben die wundervolle Aufgabe für unsere demokratische Beteiligung zu werben, für unsere Tools, für unser Miteinander, für unser Menschenbild. Sie sollen dafür die Strukturen schaffen.
Sie müssen Vermittler in unserem Stimmengewirr sein.
Sie dürfen eine eigene Meinung haben, aber die darf nur eine unter vielen sein.
Denn Entscheidungen gehen von unten aus.
Vorstände sollen Demokratieevangelisten sein.

Ich wünsche mir, dass wir endlich neben richtig guter Arbeit unsere Grundwerte wieder in den Mittelpunkt rücken und das Menschenbild, das wir uns in der Gesellschaft wünschen, auch selber leben:

Lasst und endlich wieder über unsere politischen Ziele sprechen. Wir sind mittendrin im Aufbruch und im Neustart, der viele Bürger aus der politischen Resignation befreien kann.

Wir sind immer noch erst am Anfang – lasst uns geschlossen diesen langen Weg gehen, der noch vor uns liegt.
Gemeinsam und indem wir unsere Ideale leben: jeder von uns, jeden Tag.

Wir sind Piraten, wir sind der Wandel und wir haben diesem Land noch eine Menge zu sagen!
Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit mit jedem Einzelnen von Euch.

Euer Bruno Kramm

17 thoughts on “Appell an unsere Ideale

  1. Danke für die Gardinenpredigt, Bruno. Spezifischer und detaillierter können wir das ja bei Gelegenheit besprechen. Grundsätzlich bin ich nicht ganz deiner Meinung dahingehend, dass wir Piraten uns in einer solchen Krise befänden, aber eindeutig bin ich bei dir, wenn du andeutest, dass wir unsere Grundwerte wieder mehr über die Tagesaufregung stellen wollen.

  2. Danke Bruno!

    Doch ich bitte Dich das Ganze mal zu konkretisieren: Denn das Problem liegt in den Worthülsen, die wir als Ideale verkaufen. Das Problem liegt in unserer unterschiedlichen Interpretation. Transparenz zum Beispiel wird von einem MdL in Schleswig-Holstein anders definiert, als ich ich täte.

    Oder was ist mit dem BGE? Das Abkoppeln vom Menschen aus dem Wirtschaftskreislauf, wie wir es in einigen Positionen fordern. Wenn wir den Menschenwürde als Kern definieren, ist m.E. das BGE eine logische Konsequenz. Was sind also BGE-Gegner für Piraten?

    Und wie ist das mit der Basisdemokratie? Warum lehnen Piraten alternativen Modelle zur Entscheidungsfindung der Partei ab, statt sie auszuprobieren?

    Was ist mit Menschen, die immer erst auf die Finanzierbarkeit statt auf die Notwenigkeit und die Machbarkeit schauen? Haben Sie Ihre Ideale dem “Notwendigen” geopfert?

    Ich denke, das Problem liegt in den Menschen, die auf Mainstream, Meinungsforscher, Politikwissenschaftler und Wirtschaftswissenschaftlermeinung mehr achten als auf Ihr Herz. Ihnen gibt die Meinung anderer ihre Richtung vor. Sie bezeichnen sich selbst als Versteher und andere as beratungsresistent oder naiver Spinner. Sie verkennen Ihre eigenen Mängel. Es fehlt Ihnen an Respekt und Achtung und dem Eintreten für die eigenen Ideale.

    Es wird, so glaube ich, langsam Zeit sich auf den Piratenkodex zu besinnen.

    • “Und wie ist das mit der Basisdemokratie? Warum lehnen Piraten alternativen Modelle zur Entscheidungsfindung der Partei ab, statt sie auszuprobieren?”

      Das ist aber auch schwammig formuliert. Wenn damit gemeint ist die Abgeordneten und Vorstände sollten konkrete Fragen an die Basis z.B. über LQFB stellen, OK.

      Wenn es aber darum geht rechtlich verbindliche Entscheidungen über LQFB zu treffen (die SMV), dann gibt es legitime Bedenken (vor allem Datenschutzbezogen, insbesondere da das auch zu den Grundwerten gehört). Ich bin auch für die SMV und denke, das sollte sich auch datenschutztechnisch schon machen lassen, aber es geht nicht indem man die Datenschutzprobleme einfach tot schweigt / ignoriert (vgl. tarzun).

    • Hallo Bruno, Hallo olgr,

      es tut mir leid euch enttäuschen zu müssen, aber so einfach ist es leider nicht. Ich würde mich wahnsinnig freuen wenn wir zu der Piratenpartei von 2009 zurückkehren könnten, aber das geht leider nicht. Es wurde eine unglaubliche Menge von Porzellan zerbrochen, und kaum jemand der das tut scheint zur Einsicht bereit.

      Wenn sich die Definition von “Politiker” die beispielsweise ein Alexander Morlang agressiv vertritt in der Piratenpartei durchsetzt, dann will ich nicht, dass diese Partei weiter kommt.
      Wenn sich die Überzeugung “der Zweck heiligt die Mittel” von beispielsweise Stefan Urbach in der Piratenpartei durchsetzt, dann will ich nicht, dass diese Partei weiter kommt.
      Eine Überzeugung, nämlich dass man mit Wunschdenken wie einem BGE etwas anderes erreicht als die Verwüstung im Sozialbereich zu vergrößern, hat sich bereits durchgesetzt. Mir persönlich tut das sehr weh, da ich der Überzeugung bin, dass wir hier in eine ganz üble Falle getappt sind die sich erst in vielen Jahren als schwerer unsozialer Fehler herausstellen wird.

      Es gibt viele Konflikte, und in allen sieht man wie sich Methoden durchsetzen die du mit “Ellbogengesellschaft” subsummierst. Da werden ganz bewusst Methoden ergriffen die bei Angela Merkel oder Gerhard Schröder kritisiert werden, Begründung? “Wir gehören ja zu den Guten.” Und wie soll irgendjemand in der Piratenpartei für “demokratische Grundwerte” einstehen, wenn man sich landauf landab noch nicht einmal einig ist was dazu gehört?

      Wieviele grundsätzliche Konflikte sich in dieser Partei auftuen lässt sich nicht mehr überspielen und wie sollte man das auch? Wie sollen Alexander Morlang und ich eine gemeinsame Position zum Thema Demokratie vertreten, wenn wir im diametralen Gegensatz bei einer zentralen Frage stehen? Wie kann ich Bürger zur Mitarbeit bei den Piraten einladen während sich gleichzeitig Alexanders Überzeugung durchsetzt, dass jeder Bürger der mitarbeitet sein Grundrecht auf Anonymität verliert weil er durch die Mitarbeit zum Politiker wird?

      Nein, ohne Antworten auf diese zentralen Konflikte finden wir keinen Ausweg, und das Problem das wir haben ist, dass die Diskussionskultur in dieser Partei vergiftet ist. Bei dem krampfhaften Versuch Positionen zu erarbeiten haben wir etwas vergessen: Die Abstimmung ist nicht das Ende der Meinungsbildung, sie steht allenfalls in der Mitte des Prozesses. Wir haben vergessen andere von den einmal erarbeiteten Positionen zu überzeugen. Diese Trivialität ist insbesondere innerparteilich wichtig. Das Versäumnis lässt sich an den größten Konfliktherden sauber ablesen: Liquid Feedback, BGE, der Umgang mit Rechten und vermeintlich Rechten, und viele mehr.

      Politik wird in der Piratenpartei zunehmend als Holschuld begriffen, das ist sie aber nicht. Politik ist immer eine Bringschuld. Die Parteien wirken an der Willensbildung des Volkes mit, … aktiv, nicht passiv, und selbstverständlich auch nach innen.

      Gruß,
      Justus

      • Hallo Justus,

        ich möchte mir erlauben auf ein paar Dinge in den ersten Absätzen Deines Textes hinzuweisen. Bitte verstehe das nicht als Rechthaberei, sondern einfach als einen anderen Blickwinkel. Danke.

        “es tut mir leid euch enttäuschen zu müssen, aber so einfach ist es leider nicht.”

        Das ist eine absolute Formulierung, die vielleicht Deiner Erfahrung entspricht, aber nicht zwangsweise von jedem geteilt sein muss. Schöner wäre “ich kann Euch verstehen, aber ich bezweifle, dass es so einfach ist”. Es sind diese Absolutformulierungen die Alternativlosigkeit entstehen lassen, wo sie nicht auch zwangsweise wirklich existiert.

        “Eine Überzeugung, nämlich dass man mit Wunschdenken wie einem BGE etwas anderes erreicht als die Verwüstung im Sozialbereich zu vergrößern, hat sich bereits durchgesetzt.”

        An dieser Stelle schaffst Du Fakten, indem Du eine Erkenntnis, die sich für Dich durchgesetzt hat, einfach als allgemein richtig definierst. Du benutzt Worte wie “Wunschdenken” und “Verwüstung im Sozialbereich” um zu polarisieren. Für mich leitet sich bisher das BGE – oder zumindest der ernsthafte Versuch dieses zu prüfen – aus einigen anderen Grundforderungen der Partei ab. Und ich kenne zumindest einen Piraten, der das auch so sieht.

        Übrigens stimme ich Dir in vielen Deiner darauf folgenden Formulierungen zu und denke, dass Du einige der Konfliktherde sehr deutlich erkannt hast. Ich würde den Gedanken an bedingungslose gesellschaftliche Teilhabe gerne noch hinzufügen wollen.

        Liebe Grüße,

        Oliver

  3. Danke Bruno,

    die Piratenpartei ist ein spannendes Projekt.
    Viele traten dieser Partei mit ganz konkreten Zielen bei.
    Anstatt durch das Austauschen von Argumenten Inklusion zu betreiben setzen da einige lieber auf Exklusion und Separation.
    So endet alles in alten Grabenkämpfen und es entsteht nichts Neues und Brauchbares.
    Die Piratenpartei wird schmerzlich lernen müssen, dass nur der Dialog, das Abrücken von Extrempositionen und die Respektierung anderer Meinungen zum Erfolg führen wird.

  4. Hey Bruno, well done ! Ich hoffe, dass das viele Piraten lesen und darüber nachdenken, das reflexartige weeten und bashen lassen und wieder unseren Traum leben.

    Lasst uns die neue Politikkultur entwickeln und die eingeschleusten Zecken erkennen und kalt stellen

    Bestens, DerfairePirat

  5. Viele Menschen die bei den piraten aktiv sind arbeiten an sehr wichtigten, schwierigen TheViele Menschen die bei den Piraten aktiv sind arbeiten an sehr wichtigten, schwierigen Themen, auch wenn manche Lösungsansätze falsch sein mögen oder noch sehr unfertig sind, so spiegeln viele doch eine demokratischen Bürgerwillen wieder, der dem Allgemeinwohl von allen dient.
    Das bei den Piraten auch viele sind, die nicht das Allgemeinwohl anstreben können oder wollen, ist leider ein unvermeidbares übel, das zu bewältigen ist, neben der Desinformation in den Mainstream-Medien.

    Eine Partei sollte sowieso immer nur ein vorübergehender Zusammenschluss von Menschen sein. Egal ob die Piraten als Partei noch viele Jahre die Welt im Positiven verändern oder “untergehen” (durch Auflösung oder durch Angleichung/Korrumpierung an/wie die Alt-Parteien) .. das wäre zwar kurzfristig traurig, aber es spielt mittelfristig keine Rolle !

    Was eine Rolle spielt, ist das alle die wirklich eine Politik für alle Menschen in Deutschland, für das Allgemeinwohl, machen wollen, entspannt weitermachen und sich niemals bedingungslos an eine Partei/Organisation binden.

    Die Netzwerke und Informationsstrukturen von gleichgesinnten Menschen die positive Veränderungen für alle Menschen erreichen wollen, müssen überleben !

    Die Piraten haben sehr viel angestoßen, viele Menschen verändert, aufgerüttelt,
    das ist was zählt und diese Menschen können sich auch irgendwann woanders engagieren oder neu gruppieren.

    Das bedingungslose binden und unterordnen unter die Partei, ist genau das Problem der Alt-Parteien
    und das was unsere Demokratie anhaltend aushölt.

    Politiker in einer Demokratie müssen für Inhalte stehen und sie durchsetzen, erkämpfen egal wie lange es dauert..einfach nur als Partei Erfolge erringen um sie nur egoistisch als Selbstzweck zu missbrauchen, ist demokratieschädlich und gehört wie FDP,SPD,CDU und weitgehend Grüne abgewählt.
    Wenn sich die Piraten dem angleichen und es schaffen 25% zu bekommen, wäre das kein Erfolg sondern
    der Sargnagel der Demokratie.

    Inhalte sind das Ziel, niemals der Erfolg einer Partei oder einzelner Menschen.

    ( Alles nur meine politisch nicht korrekte, unzensierte, persönliche Meinung. )
    men, auch wenn die manche Lösungsansätze falsch sein mögen oder noch sehr unfertig sind, so spiegeln viele doch eine demokratischen Bürgerwillen wieder, der dem Allgemeinwohl von allen dient.

  6. Wahnsinnig interessante Kommentare die in der Mehrheit und im Gesamtkontext wie WIchtigkeit der Basis und der Grundwerte der Piraten unterstreicht. Warum wird das nicht umgesetzt ? Weil die falsche Leute im Bundesvorstand sitzen !

  7. Hallo Bruno, ich hoffe Deine Wünsche und Vorstellungen bezüglich der Entwicklung der Piraten werden Wirklichkeit. Du investierst soviel Zeit und hast einen so hohen Einsatz für die Piraten. Da hoffe ich nur, das dies auch von Erfolg für die “wahren” Piraten gekrönt sein wird. Derzeit demontiert sich die Partei an allen Stellen selbst, einzelne Mitglieder und auch der Vorstand – wir nennen sie die selbsternannten “die Oberpiraten” – wollen andere Wege gehen als die Basis. Die Richtungsentscheidung ist lange überfällig und belastet die ganze Partei ! Wir wollen hoffen, das die Abstimmung endlich einen Weg in die Zukunft für die Piraten aufzeigt ! Wir haben noch viel Hoffnung das die Piraten den begonnenen hoffnungsvollen Weg fortsetzen und den Irrweg der einzelnen sich zu wichtig nehmenden Personen endlich wieder verlassen. Liebe Grüße aus Berlin, Thomas

  8. Pingback: Wahlinfo – Das mit den Idealen

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