Die GEMA bekommt Konkurrenz


Endlich ist es so weit. Zum ersten Mal formiert sich eine Ernst zu nehmende Alternative zur GEMA, die sich von dem klassischen Modell der Verwertungsgesellschaften löst und alternative Wege für das Honorieren im Netz, Konzertauftritten und öffentlichen Aufführungen für freie und nicht-kommerzielle Creative Commons Lizenzen eröffnet.
Hiervon partizipieren nicht nur musikalische Urheber, die einzig Online veröffentlichen, sondern ebenso traditionelle Musiker, denen die Auswertungsstatuten der GEMA zu eng geworden sind. Denn die GEMA erlaubt es ihren Mitgliedern bis heute nicht, Werkteile unter Creative Commons Lizenz frei zu stellen. Gerade unbekannte Newcomer und aufstrebende Künstler benötigen diese Freistellung dringend, wenn sie alternative Wege der selbstständigen Vermarktung und Promotion nutzen wollen.

Wer bisher als GEMA Mitglied z.B. auf einem Sampler der vielen Print Musikpublikationen vertreten sein wollte, zahlte häufig aus eigener Tasche eine GEMA Gebühr, die dann oft mehr als 1000 Euro betrug und die das Vermarktungsbudget einer kleinteiligen Band komplett sprengte.
Die Rückzahlung dieser Beträge durch die GEMA hingegen dauert oft mehrere Jahre und verringert sich durch den Abzug von Bearbeitungsgebühren und eventuelle Verlagsabgaben nicht unerheblich auf weniger als die Hälfte.

Da die C3S noch nicht beim Patent und Markenamt die offizielle Genehmigung erhalten hat, eine Verwertungsgesellschaft zu gründen – Hierfür müssen viele Auflagen aus dem Urheberrechtswahrnehmungsgesetz (UrhRWahrGes) erfüllt werden – ist es umso wichtiger bereits jetzt einen großen Stamm von Mitgliedern mit eigenem Repertoire für die Zeit nach der Zulassung um sich zu scharen. Die Zulassung als juristische Gesellschaft ist für den Spätherbst 2012 geplant.

Die eigentlich größte Chance einer neuen Verwertungsgesellschaft, die auf die Informationsgesellschaft zugeschnitten ist, besteht neben echtem Wettbewerb in der der langfristigen Aussetzung der GEMA Vermutung, die bisher durch die Legitimation aus dem UrhRWahrGes mit jeder Werkanmeldung eine Umkehr der Beweislast bezüglich einer GEMA Mitgliedschaft nach sich zog. Sowohl bei der Herstellung von Tonträgern als auch bei der Programmfolge von Konzerten oder musikalischen Aufführungen in Diskotheken muss der Antragsteller auch noch heute nachweisen, das der Urheber kein GEMA Mitglied ist. Da die GEMA z.B. Pseudonyme prinzipiell nicht anerkennt, von vielen Urhebern aber nur unter größtem Aufwand der Klarname und die postalische Adresse zu recherchieren ist, werden viele Aufführungen schon allein aus Rentabilitätsgründen prinzipiell als GEMA Repertoire eingestuft und abgerechnet, obwohl die Zugehörigkeit gar nicht geklärt ist. Diese Gelder fliessen dann übrigens auch den großen Repertoireinhabern und Verlegern der sogenannten ordentlichen GEMA Mitglieder zu.

Sollte es der C3S gelingen, innerhalb weniger Jahre eine fünfstellige Anzahl von Mitgliedern als Urheber zu registrieren, steigt die Wahrscheinlichkeit, die GEMA Vermutung endlich aus dem UrhRWahrGes streichen zu können, erheblich.
Dies würde nicht nur zu einer größeren Gerechtigkeit in der Verteilung von Urheberrechtstantiemen aus öffentlichen Aufführungen sorgen, sondern auch der Existenz bedrohenden Tarifreform für den Club- und Diskothekensektor die Zähne ziehen.
Die C3S möchte darüber hinaus langfristig ein Netzwerk mit Niederlassungen in allen europäischen Ländern gründen, um entsprechend der von der EU Binnenmarktskommission angemahnten europäischen Harmonisierung gerecht zu werden, von der die bisherigen nationalen Verwertungsgesellschaften noch weit entfernt sind.

Darüber hinaus verspricht die C3S als Non Profit Gesellschaft mit geringsten Mitgliedsbeiträgen ein gesichertes Mindesteinkommen von 100% der monatlichen Lizenzgebühren bis zu einem festen Maximalwert. Im Gegensatz zur GEMA entscheidet der Urheber welches Werk er über die neue Verwertungsgesellschaft auswerten möchte und welches nicht.
Auch was die Statuten und das Stimmrecht der Mitglieder betrifft, möchte man nicht das Unrechtssystem der GEMA etablieren, sondern per Urabstimmungen die Mitglieder über den Kurs der Verwertungsgesellschaft bestimmen lassen. Sämtliche Zahlungen und Lizensierungsmodelle sollen transparent und nachvollziehbar den Verwaltungsaufwand gering halten und durch Effizienz und Automatisierung die Erlösverteilung beschleunigen. Dazu wird die C3S moderne algorithmische Monitoringsysteme einsetzen und den Musiknutzern die Playlistenermittlung durch unterstützende Applikationen erleichtern.
Einziger Wermutstropfen: Die Lizenzierung im Rundfunk und Fernsehen ist ein Fernziel, da zuerst Online- und Livelizenzen und danach B2B und die physische Lizenzierung auf dem Plan steht.

Jungen Künstlern ist jetzt erst Recht von einer GEMA Mitgliedschaft abzuraten. Wer sich näher informieren möchte, dem empfiehlt es sich, das Barcamp der C3S am 2.September in Berlin zu besuchen. Weitere Infos unter http://www.c-3-s.eu/

23 thoughts on “Die GEMA bekommt Konkurrenz

  1. Pingback: GEMA nicht mehr alternativlos: Initiative C3S | Erbloggtes

  2. Das wäre doch endlich mal ein Anfang. Ich habe nämlich als Veranstalter kleiner Konzerte und Partys die Nase gestrichen voll von dieser Musikstasi!

  3. “Jeder Mensch ist ein Künstler”, posaunte einst Joseph Beuys. Das ist natürlich Quatsch. Würde man je behaupten “Jeder Mensch ist ein Arzt” und in einem Casting Hinz und Kunz in den OP “voten”, um am offenen Herzen zu operieren?

    In der heutigen inflationären Jekami-Gesellschaft soll jeder alles können dürfen, deshalb soll auch alles allen gehören. Dieser exorbitante und ungerechtfertigte Anspruch marginalisiert und entwertet kontinuierlich das Urheberrecht.

    Den selbsternannten “Kreativen” die den Globus bevölkern könnte der Gedanke des geschützten geistigen Eigentums nicht fremder sein. Sie haben sich das Recht auf Urheberschaft nicht durch Talent und solides Handwerk verdient, sondern sind lediglich durch den Besitz einer Billigsoftware im Stande, ihre bescheidenen Ergüsse millionenfach unter’s Volk zu bringen. Aufgrund des fehlenden Rüstzeugs sind sie unfähig, ihren Unterhalt mit ihrer “Kunst” zu bestreiten. Sie erzielen ihr Einkommen in kulturfernen Berufen und pfeifen daher auf das Urheberrecht.

    Kürzlich habe ich am TV einen Bericht über das Tagebuch der Anne Frank gesehen. Das Tagebuch wurde in 55 Sprachen übersetzt und hat sich über 30 Millionen Mal verkauft. Bereits in den fünfziger Jahren war es das meistverkaufte Taschenbuch und meistaufgeführte Bühnenstück in Deutschland.

    Die Einnahmen aus den Urheberrechten wurden und werden vom Anne Frank Fonds kontinuierlich in Projekte investiert, die Jugendlichen auf für sie nachvollziehbare Weise den Holocaust und die Folgen von Rassismus, Fremdenhass und Intoleranz verständlich machen.

    Nachdem Nelson Mandela 1994 eine humanitäre Auszeichnung vom Anne-Frank-Fonds erhalten hatte, sprach er zur Bevölkerung in Johannesburg und sagte, er habe das Tagebuch während seines Gefängnisaufenthalts auf Robben Island gelesen und “daraus viel Mut gewonnen“. Er zeigte sich überzeugt, dass Unrechtssysteme durch Menschen wie Anne Frank langfristig zum Scheitern verurteilt seien: “Weil diese Ansichten offenkundig falsch sind und weil sie von Leuten wie Anne Frank herausgefordert wurden und immer werden, müssen sie zwangsläufig scheitern.”

    Anne Franks Tagebuch hat weltweit Generationen von Menschen jeden Alters positiv beeinflusst, geprägt und zutiefst bewegt. Glaubt denn irgend jemand ernsthaft, all das wäre ohne Urheberrechte möglich gewesen?

    Urheberrecht zu sagen und die Lizenzbedingungen der Verwerter zu meinen ist falsch. Das Recht verändern zu wollen, wenn die Art, wie es durchgesetzt wird stört, ist ebenso falsch.

    Die Art und Weise, wie der Schaffner im Zug die Fahrkarten kontrolliert, kann doch nichts daran ändern, dass man sich strafbar macht, wenn man ohne Fahrkarte fährt. Genauso wenig kann man einfach auf einen Weinberg gehen, die vom Winzer lange kultivierten Weintrauben pflücken und sich selbst einen feinen Wein machen, oder diesen sogar weiterverkaufen (Youtube).

    Das Urheberrecht ermöglicht es, aus immateriellen Gütern eine handelbare Ware zu machen. Ein Musiker baut eben keinen Tisch sondern schreibt eine Melodie. Wenn wir wollen, daß er davon leben kann, dann müssen wir ihm erlauben, die Melodie ebenso zu verkaufen wie der Schreiner den Tisch. Dazu dient das Urheberrecht!

    Deshalb begreife ich auch nicht, woher die absurde Idee kommt, das Urheberrecht müsse “überarbeitet” werden. Das Urheberrecht ist im Kern sehr einfach: Wer ein Werk schafft, der bestimmt über seine Verwendung! Was gibt es daran zu ändern?

    Die Nazis haben den Kunstbegriff in gleichem Masse verzerrt, wie Ihr das mit Euren grotesken Forderungen bezüglich des Urheberrechts tut. Bei den Nazis gipfelte der politische Wahnsinn in der “entarteten” Kunst.

    Wenn wir uns nicht geschlossen zur Wehr setzen, steht am Ende dieses absurden Feldzugs gegen das Recht der Urheber, mit ihrem geistigen Eigentum die eigene Existenz zu sichern, die restlose und unwiderrufliche Enteignung der Künstler!

    • Hallo Herr Klein,

      1. Das Urheberrecht wurde schon immer an neue technologische Entwicklungen angepasst. (s. Schrankenregelungen, s. Rundfunk, Bibliotheken, CDRs etc.)

      2. Ein Positivbeispiel ist ein schlechter Ratgeber für alle Kunstformen

      3. Urheberrechtsreform und 3.Reich in Verbindung zu bringen ist nicht nur unverhältnismässig, sondern eine perverse Herabwürdigung der Opfer des dritten Reiches.
      Wirtschaftliche Aspekte – und darum geht es bei allen Diskussionen um sogenannte “Gratisdownloads”, denn keiner hat etwas gegen bezahlte Downloads – mit dem Leid
      der Menschen im Holocaust zu verbinden ist geschmacklos und zeigt wenig moralische Integrität.

      4. Die Definition der “entarteten Musik” und das Verbot wurde vom GEMA Vorläufer STAGRA perfide bis ins kleinste Detail angewendet. Eine piratige UrhR Reform hat nichts mit Verbot von Kultur zu tun, sondern mit dem Gegenteil. Kultur muss in ihrer Vielfalt zirkulieren und erst dann sollten wir uns Gedanken über Honorierung machen.

      • Es entspringt sicher dem verständlichen Distanzstreben der Nachgeborenen und ihrer Historiker, das Naziregime ins Abnorme zu verbannen und so dem in der NS-Historiographie äußerst populären und in unterschiedlichen Spielarten praktizierten Schuldreduktionismus Vorschub zu leisten.

        Ein essenzieller Aspekt des Dritten Reichs wurde auf diese Weise viel zu lange vernachlässigt: Die materiellen und wirtschaftlichen Vorteile für Millionen einfacher Deutscher während des zweiten Weltkriegs. Mit einer beispiellosen Serie unterschiedlicher, sich ergänzender Raub- und Vernichtungsfeldzüge konnte Hitler die öffentliche Moral stabilisieren, indem er die große Mehrheit der Deutschen mit einer Mischung aus sozialpolitischen Wohltaten, guter Versorgung und Steuergeschenken ruhig stellte. Diese “Gefälligkeitsdiktatur” ging auf Kosten der Volkswirtschaften sämtlicher besetzter und abhängiger Länder, der Arbeitskraft von Millionen Zwangsarbeitern und des Hungertods von Millionen Menschen in der Sowjetunion.

        Vor allem jedoch durch die Erlöse aus dem Verkauf des arisierten Eigentums der enteigneten und ermordeten Juden aus ganz Europa, schuf die NS-Führung die Grundlage dafür, die Masse der Deutschen an den materiellen Früchten der weit ausgreifenden Feldzüge teilhaben zu lassen.

        So viel zu den “wirtschaftlichen Aspekten und der “Herabwürdigung”! Mit Entartung meine ich das selektieren der Künstler als einzige Berufsgruppe, deren Kreativität weniger wert sein soll, als bei anderen. Und nein, Kultur muss nicht “zirkulieren” und erst dann macht man sich Gedanken über die Honorierung! Ich muss nämlich, genau wie jeder andere, von meiner Arbeit leben können, während Ihr Euch “Gedanken macht”.

        Die Piraten wollen, genau wie die Nazis, die Künstler enteignen. Ich würde doch vorschlagen, Ihr kümmert Euch erst mal um Eure Mitgliederbeiträge…! Andererseits, wieso sollten die Mitglieder überhaupt Beiträge leisten, lasst doch einfach mal alles “zirkulieren”, während wir uns Gedanken machen…!

  4. Werter Bruno Kramm ein weiteres Mal ist ein Artikel Ihrerseits gespickt mit Behauptungen, die, wenn sie denn wahr sein sollten, bitte mit Belegen untermauert werden müssten, damit sie wirklich einer Argumentation der Gegenseite standhalten. Desweiteren hätte ich diesen Satz gerne näher erläutert und bitte auch mit einem Bespiel untermauert:
    “Wer bisher als GEMA Mitglied z.B. auf einem Sampler der vielen Print Musikpublikationen vertreten sein wollte, zahlte häufig aus eigener Tasche eine GEMA Gebühr, die dann oft mehr als 1000 Euro betrug und die das Vermarktungsbudget einer kleinteiligen Band komplett sprengte.
    Die Rückzahlung dieser Beträge durch die GEMA hingegen dauert oft mehrere Jahre und verringert sich durch den Abzug von Bearbeitungsgebühren und eventuelle Verlagsabgaben nicht unerheblich auf weniger als die Hälfte.”
    Verstehe ich das richtig, hier haben Verlage, die Print Musikpublikationen, also Musikmagazine verkaufen, von jungen Bands verlangt, sie sollen die Urheberrechtsabgabe selber übernehmen, obwohl dieser Verlag mit deren Inhalten auf direktem oder indirektem Weg Geld verdient? Ich galube, da ist Erläuterung dringend nötig.
    Mit besten Grüssen
    Marcus Busch

    • Sehr geehrter Herr Busch,

      leider entspricht diese Praxis der Realität im Printbereich. Musikmagazine rechtfertigen die Beipack CDs als Promotiontool. Die eigene Erfahrung zeigt auch, das das stimmt.
      Viele Konsumenten hören diese CDs während sie das Magazin lesen und entscheiden dann spontan, ob die Band gefällt oder nicht. Die 3-4 Topbands der Magazine bezahlen natürlich nichts für den Beitrag oder werden über eine größere Anzeigenkampagne gedeckelt.
      Die kleineren Bands, die häufig im Eigenvertrieb produzieren, bezahlen hingegen nicht nur die GEMA Gebühr, sondern oft auch eine Pauschale für das Buchen des Tracks.
      Diese Praxis ist der GEMA lange bekannt. – Sie können das auch auf urheberrechtsdialog.de in der Videoaufzeichnung zu unserer Frage nach Freistellung von einzelnen Werken für Promozwecke nachhören – Die GEMA argumentiert ihrerseits, durch die Freistellung von einzelnen Werken würde man Urheber ihrer gerechten Entlohnung entheben. Wie zynisch diese Argumentation ist, stellt sich wie immer nur für kleinteilige Urheber dar…

      Natürlich kann ich Ihnen diese Rechenbeispiele jetzt nicht auf dem Tablett präsentieren, würde ihnen aber empfehlen, einfach selbst bei der ein oder anderen Redaktion der großen Musikmagazine anzurufen um Angebote einzuholen.

      Mit freundlichen Grüßen

      Bruno Kramm

      • Werter Bruno Kramm,
        dass das gängige Praxis bei Musikmagazinen ist, macht es nun wahrlich nicht besser, genausowenig wie die angebliche Verweigerungshaltung der GEMA. Da Sie ja leider nicht bei der GEMA HV anwesend waren, obwohl Sie sich als Delegiertenkandidat haben aufstellen lassen, so konnten Sie auch leider nicht mitbekommen, dass eine erheblicher Teil der Anwesenden durchaus für eine Flexibilisierung solcher Angelegenheiten ist und die einzelnen Gremien auch deutlich Bereitschaft zu Veränderungen gezeigt haben. Man sollte hier einem Verein, der eben nicht nach Gewinnmaximierung strebt und durchaus demokratische Strukturen hat, die Chance zu Veränderung geben, denn es sind sehr viele interessante, junge und neue Gesichter unter den Delegierten, die im Übrigen digital Natives sind!
        Ausserdem finde ich es unseriös hier Behauptungen über Zahlungen von “kleinteiligen” Bands (kleinteilig ist hier übrigens der falsche Begriff, im Gegensatz zu einer Big Band ist eine 5-Mann Nachwuchsband eher grossteilig) in den Raum zu stellen und dann mir die Aufgaben des Nachweises zu erbringen.

        Mit freundlichem Grusse

        Marcus Busch

  5. @Herr Klein: Thema verfehlt. Setzen, 5!
    Ihre Ausführungen sind sicher richtig, haben mit dem Artikel oben aber nicht das Geringste zu tun. Das wäre so, als wenn ich hier über die Entwicklung der Industrial-Szene faseln würde, nur weil ich davon etwas Ahnung habe. Also bitte bei der Sache bleiben! Und aus den Piraten Nazis zu machen, dass ist ja nun wirklich ziemlich daneben. Dann schon eher Kommunisten, die waren mit dem Enteignen auch nicht zimperlich, haben aber keinen Unterschied zwischen Juden und Nicht-Juden gemacht. Btw: Die deutsche Geschichte ist nicht nur zwölf Jahre lang und es muss auch nicht jedes beliebige Thema auf die Zeit der Nazidiktatur bezogen werden. Danke für Ihr Verständnis!

    • Zu Befehl, Herr Oberlehrer! Daneben ist erst mal anonym zu kommentieren. Es sind bereits einige Piraten durch antisemitische Äusserungen unangenehm aufgefallen. Die piratischen Forderungen sind durchaus mit Entart- und eignung zu vergleichen. Und wer heute noch nicht weiss, dass die Linken die grössten Antisemiten (heute “Antizionisten” oder “Israelkritiker”) sind, sollte vielleicht einfach nochmal die Schulbank drücken. Aber halt, in der Schule bekommt man das ja gar nicht mit, das wird hübsch alles unter den Teppich gekehrt. Höchstwahrscheinlich hat auch deshalb der anonyme Herr Oberlehrer keine Ahnung.

      • Mit ein wenig Anstrengung ist meine Anonymität zu lüften. Zwei Klicks und Sie haben meinen bürgerlichen Namen und die Adresse, Dank deutscher Impressumspflicht. Also schön den Ball flach halten!
        Die “Antizionisten” sind nicht “die Linken”. Und ja, man kann die Politik Israels kritisieren, ohne Antisemit zu sein. Das tuen übrigens auch viele Israelis.
        Ich finde es albern – nicht nur von Ihnen – ständig die Nazikeule zu schwingen. Irgendwann kann das keiner mehr hören, weil’s für jeden Schwachsinn benutzt wird. Ganz abgesehen davon, dass das Thema dadurch “entwertet” wird, ist es häufig sachlich einfach Quatsch.
        Antisemitische Äußerungen findet man übrigens im ganzen politischen Spektrum; das ist kein Charakteristikum der Piraten aber wenn’s passt, wird auch das bemüht. Ganz nebenbei sollte es einem erfahrenen Journalisten immer gelingen, einen Polit-Anfänger zu einer “antisemitischen” Äußerung zu bewegen. Wird ja auch gern gemacht, um die Leute abzuschießen.

        Egal. Zurück zur GEMA. Und die nutzt ihre Monopolstellung weidlich aus. Das muss beendet werden. Insofern stimme ich mit Herrn Kramm überein. Am liebsten würde ich den Laden komplett zerschlagen und das ganze Feld neu organisieren. Ich bin dabei nicht der Meinung, dass alles für alle umsonst sein sollte, nur um auch das einma zu erwähnen. Wir leben immer noch im Kapitalismus (leider) und da muss auch der Künstler Geld verdienen, von dem er leben kann. Welches Modell da das optimale ist, kann ich nicht sagen. Aber darum diskutieren wir ja…

  6. Pingback: 5 Lesetipps für den 15. August | Netzpiloten.de - das Beste aus Blogs, Videos, Musik und Web 2.0

  7. Pingback: Die GEMA bekommt Konkurrenz

    • “Produkte müssen vor Diebstahl und Fälschung gesichert werden
      …..Dass ich Schlüssel brauche, ist unbequem für mich, ich verlege sie oft und verliere sie manchmal, sie beulen Hosentaschen aus. Aber ich käme nicht auf die Idee, ein härteres Strafrecht und eine bessere Überwachung von Wohnvierteln und Fahrradstellplätzen zu verlangen, damit ich mir die Unbequemlichkeit des Schlüssels erspare…..”

      Also DRM verschärfen, wo es noch existiert und wo es abgeschafft wurde wieder einführen? hmmmm….

      Was, undergroundnoises, finden Sie an diesem Artikel schön? Dass Herr Jörg Friedrich sich anmasst zu beurteilen, was ein Kunstwerk und was ein Produkt ist? Oder, dass er vorschlägt diese Werke einzigartiger zu machen. Ein Schriftsatz, sofern er nicht verguttenbergt ist, oder ein Musikstück, sofern nicht eins zu eins abgekupfert ist per se einzigartig, das liegt in der Natur der Sache. Diese Einzigartigkeit hat nichts mit der Möglichkeit zu tun es zu kopieren, was erstmal nicht schlimm ist, aber dann dann massenhaft illegal zu verbreiten und im Falle von vielen Portalen, Geld damit zu verdienen, ohne die zu vergüten, die diese Inhalte geschaffen haben, ob Kunst oder nicht Kunst ist hier nicht entscheidend, ist und bleibt nicht fair!
      Das ist schon ziemlich Ökonomie-faschistisch, was der Herr Friedrich da schreibt. Und auch hier wird wieder Aufführung und Erschaffung in einen Topf geworfen. Es nervt. Nicht jeder Autor oder Komponist kann somit eine, wie von Herrn Friedrich vorgeschlagene Mischkalkulation ansetzten, die sich aus Darbietung und Erschaffung zusammensetzt. Manche Menschen sind eben dazu da, sich Dinge oder Schriften oder Musikstücke etc. auszudenken und nur das. Eine kulturell interessierte Gesellschaft, sollte diesen Menschen, die Möglichkeit geben, von Ihrer Arbeit leben zu können, wie auch immer, das sehen Menschen wie ich eben gefährdet. Aber da sind wir uns sicherlich einig.

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