Everything Is A Remix – (dt. Synchronfassung)

Im Rahmen der europaweiten Proteste zu ACTA und den darin enthaltenen Verschärfungen der Wahrnehmung von Patenten, Copyrights und Urheberrechten hat der Begriff “Geistiges Eingentum” endlich eine breite öffentliche Wahrnehmung erfahren.

Das geltende Urheberrecht, Copyright und Patenrecht verunsichert die Schöpfer nicht nur. Es hemmt die gesellschaftliche Entwicklung und bindet sie an große Konzerne und Rechteverwerter. So sind Bearbeitung und Kopie ein fliessenden Übergang in der Musik, werden jedoch durch Verlage zur einseitigen Rechtewahrnehmung monopolisiert.. Urheberrechtlich wurden sie zu Begriffen, die sich nur an der Wirtschaftlichkeit orientierten. Doch das Einflechten von Zitaten und die Bearbeitung und Weiterentwicklung fremder Werke ist die Basis aller menschlichen Entwicklung.
Die produktive Entlehnung, das Zitat und die Neuwidmung von Ideen sind die Bausteine der Entwicklungsbrücke, die das kulturelle Gestern mit der Informationsgesellschaft von Heute verbindet.
Das gilt umso stärker in einer offenen, schnelllebigen und kreativen Netzgesellschaft, welche de kulturelle Gegenwart in die Zukunft führt. Die Informationsgesellschaft fordert die Nonexklusivität von Kulturgütern, Patenten und Copyright für die öffentlichen Allmende, die allen dient.
Im Kampf der exklusiven Verwerterrechte gegen die freie Verfügbarkeit von immateriellen Gütern in der Netzwelt haben die Verwerter ihr Wertesystem der Privilegien positioniert und betoniert, welches die Förderung schöpferischer Leistung in den Grenzen des wirtschaftlichen Wertekanons beansprucht, jedoch der nachfolgenden Kreativgeneration die Quelle untersagt, die sie als Inspiration einer eigenen Innovationsfähigkeit benötigt.

“Everything Is A Remix”, Pt.4 ist der spannendste Teil von Kirby Fergusons kollagenartigen Auseinandersetzung mit den Begriffen Kopie, Transformation und Kombination.

One thought on “Everything Is A Remix – (dt. Synchronfassung)

  1. Ich hoffe sehr, dass noch mehr Menschen vor den Gefahren von ACTA hören und auch für das Thema Netzpolitik sensibilisiert werden können. Für mich ist es kein Problem Ihre Texte zu verstehen, ich würde mir aber bei aller Ästhetik doch mehr klare, verständliche, einfache Sprache für eine noch breitere Mehrheit wünschen, denn manch einer fragt ja inzwischen schon beim Wort Monopol nach dem Y.

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