GEMA – Zweiklassengesellschaft der Urheber


Die GEMA bezieht ihre Legitimation aus dem Urheberrecht und dem Urheberwahrnehmungsgesetz. Das Urheberrecht ist im Grundgesetz festgeschrieben, das UhWahrnGes. ist seit 1965 in Kraft und regelt die Funktionsweise und den rechtlichen Verkehr der Verwertungsgesellschaften.
Die GEMA vertritt als wirtschaftlicher Verein die Rechte von in Deutschland eingetragenen ungefähr. 60 Tsd. Musikern und Textdichtern sowie angeschlossener Urheber über intern. Verwertungsgesellschaften (BIEM/SACEM/ASCAP/TEOSTO u.v.a.). Sie sammelt per Inkasso Beträge für die Bereiche öffentliches Aufführungsrecht (Konzerte, Gastronomie, öffentlich. Beschallung, Radio, Fernsehen, Internet), mechanische Vervielfältigung (Tonträger), Geräteabgabe (Datenträger, PCs, Drucker) sowie moderne Musikdaten übertragende Vertriebswege. Sie verteilt diese nach einem komplizierten Schlüssel und der Spartenunterscheidungen E, U (Ernste Musik und Unterhaltung) sowie weiteren spezifischen Sparten (R = Radio, FS = Fernseh, usw). Mit Hilfe eines Punktesystems für mechanische Rechte (Herstellung von Tonträgern) und nach dem in den späten 90er Jahren eingeführten PRO System für den Bereich öffentliche Aufführungen (Konzerte, Diskotheken, usw.) werden sämtliche Werke eingestuft.
Die Abrechnung ist intransparent und inhärent in Funktionalität und Ausschüttungsmodus. Sie versucht durch statistische Taschenspielertricks eine Seriosität zu erzeugen, die aber nach einer stichpunktartigen Prüfung in sich zusammenfällt und ein erzkonservatives Kulturverständnis mit mafiöser Sebstbedienungsmentalität offenbart. Bereits die begriffliche Unterscheidung von E und U widerspricht einer modernen Kulturauffassung zu tiefst. Frühe Kammermusik oder z.B. Wiener Klassik diente zu ihrer Zeit hauptsächlich der Unterhaltung, wie z.B. die unzähligen Werke des großen Franz Joseph Haydn, die bei Hofe zur nachmittäglichen Muse uraufgeführt wurden. Musikalische Konzepte des Industrial erfüllen in ihrer kakophonischen Stimmführung in vielen Fällen die Regeln des Zwölftonsatzes. Vertonungen großer deutscher Lyriker gehen in reduzierter Technoinstrumentierung eine kunstvolle, kontrastreiche und durchaus ernsthafte Synergie ein und werden dennoch als Unterhaltungsmusik abgewertet und in das für Nischenmusik so verzerrend ungerechte PRO Verfahren gezwungen. Wer hätte in den 70er Jahren Punkrock als nachhaltige Musikrichtung mit politischer Wirkung bis Heute verstanden oder in den 80er Jahren die im Kreise wilder Drogenexzesse zelebrierten Acidraves als zukünftigen Mainstream moderner und progessiver Elektrostile vorhersehen können. Die Nachhaltigkeit von Musikströmungen und Jugendkultur kann oft erst Jahrzehnte später in ihrer gesamten Tragweite erfasst werden und ist in ihrem Tabubruch Ausdruck der Überwindung althergebrachten Kulturverständnisses. Eine Gesellschaft fließender Übergänge des Intellekts, der Kunst und der Klassen kann ihre Musik nicht in ein duales System einteilen. Die Reglements der GEMA Klassifizierung werden durch Gremien ordentlicher Mitglieder bestimmt, die größtenteils mit älteren und arrivierten Vertretern der Unterhaltungsbranche besetzt sind. Als ordentliche Mitglieder können sich Komponisten und Textdichter bezeichnen, die ein gewisses Jahreseinkommen an GEMA Tantiemen überschreiten, also dem saturierten Mainstream der Kulturindustrie angehören oder angehörten.
Das PRO Verfahren wurde Anfang der 90er Jahre durch den Juristen und CSU Abgeordneten Reinhold Kreile etabliert. Der heutige Ehrenpräsident der GEMA war auch einer der engsten Wirtschaftsberater des hoch umstrittenen bayrischen Ministerpräsidenten Franz Josef Strauß. Das PRO Verfahren wurde in einer Nacht und Nebelaktion von der in Sachen Musikverwertung wenig geschulten aber verantwortlichen Patentamtsbehörde abgesegnet und durch die in der Stimmenzahl und Gewichtung immer dominierenden ordentlichen Mitglieder bestätigt. Zwar haben die angeschlossenen Mitglieder auch eine Stimme, doch wird dieses Stimmrecht durch eine verschleiernde Informationspolitik und das gemeinhin als komplex anzusehende Regelwerk des PRO Verfahrens gemindert. Abstimmungen bezüglich des PRO Verfahrens behandeln meistens relativ unerhebliche Randbereiche, die dann mit dem entsprechenden „Juristen-Deutsch“ getarnt, eine demokratische Vereinspraxis zum Ausdruck bringen sollen. Im Kern ändert sich nichts an der grundlegend ungerechten Mechanik des PRO Verfahrens. Die Verfechter des GEMA PRO Verfahrens argumentieren, das sogenannte Standardwerke (Gassenhauer, Schlager etc.) proportional weniger in den Programmfolgen (Ein Meldebogen über die aufgeführten Werke, den die GEMA von Veranstaltern und Aufführenden erhält) eingetragen werden, als das Repertoire von Selbstaufführern (Künstlern mit eigenem, nicht als Standardwerk eingestuften Repertoire). Dieser Logik verpflichtet, wird jenes Multiplikationssystem angewendet, das zusätzliche Wertigkeit durch die zeitliche und örtliche Häufigkeit in den Programmfolgen der Bezirksdirektionen erwirkt. Prinzipiellen Nachteil erfahren dadurch alternative Veranstaltungen, wie z.B. Festivals, kleine selbst organisierte Events und Diskoveranstaltungen. Es ist wohl eher unwahrscheinlich, das auf einem Rock-, Jazz-, Hiphop-, Alternative- oder Folkfestival klassische Schlagerstandardwerke zur Aufführung kommen. Trotzdem geht der größte Teil der GEMA Gebühren durch das Verrechnungsmodell an die etablierten Urheber von Standardwerken. Die GEMA argumentiert übrigens zu Gunsten ihres Verteilungsschlüssels, das unbekanntere Urheber „fleißiger“ ihre GEMA Bögen ausfüllen würden und daher im alten Verrechnungssystem (vor den 90ern) proportional immer zu viel ausgeschüttet bekommen hätten. Der junge Nachwuchsmusiker mit einem kulturell spannenden und selbst komponierten Programm wird mit dem PRO Verfahren für seine treue und formal vollständige Arbeitsweise bestraft.(s.Beschluss Landgericht Berlin vom 24.2.2000 Gnr. 16.O.668/99) In allen anderen Bereichen des Rechtsverkehrs erfährt nur derjenige Zuwendung, der seinen Anspruch beweist. Das Argument, Tanzkapellen, Coverbands und Alleinunterhalter, die sich hauptsächlich aus dem Repertoire der Standardwerke bedienen, würden ihre Programmfolgen/Musikfolgen nicht vollständig ausfüllen, da sie als ausführende Interpreten nicht an den Tantiemen verdienen würden, ist eine Schutzbehauptung. Aus dem Unrechtsbewusstsein einiger Interpreten darf nicht das Unrecht vielen schöpferischen Musikern gegenüber gerechtfertigt werden. Besonders nicht durch eine, dem Urheber und seiner Kreativität verpflichteten Instanz wie die GEMA. Der etablierte Schlagerkünstler hingegen erhält seine Ausschüttungen aus dem PRO Verfahren ohne Abschläge und ohne den Bedarf einer umfangreichen Meldung der Einzelaufführungen. Hier wird mit zweierlei Maß gemessen. Minderheitskultur wird nach unten gedrückt, Massenkultur bezuschusst und aufgewertet. Ein wirtschaftliches Kalkül, das im kulturpolitischen Maßstab seine doppelte Rechtfertigung aus konservativer CSU/CDU Sicht erfährt. Das PRO Verfahren grenzt lokale Subkultur, GEMA freie Komponisten, schnellebige Kulturevents und alternative Kultur im Allgemeinen aus. Das PRO Verfahren vernachlässigt die stilistische Auffächerung der letzten Jahrzehnte. Popmusik im Internetzeitalter ist eine Vielzahl von stilistisch unterschiedlichsten Stimmen und Stilen, die jede für sich eine große lokale, überregionale, zeitlich begrenzte Anhängerschaft findet, jedoch einem permanenten starken Wandel unterworfen ist. Als abbildende Gegenwartskunst, lebt moderne Popularmusik von ihrer hohen Fluktuation und das besonders im Internet Zeitalter. Die Diversifizierung des Kulturguts Musik hat seit Anfang der 90er Jahre rapide zugelegt. Massenkulturgut verliert stetig an Gewicht gegenüber der Vielzahl von Subströmungen, die gerade durch das Internet das größt mögliche Informationsfenster zum Konsumenten gefunden haben. Der junge Konsument von heute sieht das Angebot von Massen- bis Nischenprodukt als gleichwertiges Kontinuum, aus dem er nach aktueller Gemütslage auswählen kann. Entsprechend ist der Massenmarkt in Mikromärkte zerfallen, den großen Plattenfirmen Multis stehen in Augenhöhe kleine Produktionsfirmen und Künstler AGs gegenüber, die mit dem Internet ein Medien gefunden haben, das ihren schmaleren Werbebudgets entspricht aber auch in Flexibilität und Reaktionsgeschwindigkeit den alten und trägen Marketingtools (Anzeigen-, Fernseh- und Radiokampagnen, Plakatierungen,
etc.) der großen Konzerne überlegen ist. Die „Long Tail“ Theorie, Bestandteil der Analyse großer Internetverkaufshäuser wie Amazon und Ebay besagt, das gerade die marginalen, oft durch Rundungen gar nicht wahrgenommenen Produkte den quantitativen Großteil der Verkäufe ausmachen. Doch durch das träge PRO Verfahren kaum abgebildet, fallen die zu Unrecht geringfügig Beteiligten durch das Sieb. Pikanterweise stammt ein detailliertes Gutachten zur unausgewogenen Vergütung des PRO Verfahrens von dem jetzigen GEMA Vorstandsmitglied Jörg Evers, der seinerzeit als sehr GEMA kritischer Autor für die Abschaffung des PRO Verfahrens plädierte. Mittlerweile im Vorstand und mit sämtlichen Insignien der GEMA Macht ausgestattet, nimmt er Abstand vom eigenen Gutachten, das im besonderen Maße die verzerrte Verteilung zu Gunsten der Standardwerke in den Blickpunk rückte. Auf die besondere Brisanz durch ständig wachsende Divergenz der Stile ging der Autor jedoch noch gar nicht ein.
Beispiel 1: Eine erfolgreiche Alternativeband spielt innerhalb eines Jahres 50 Konzerte mit selbst komponierten Songs, einem Repertoire von ungefähr 20 festen Songs in Clubs der Größenordnung 300- 500 Gäste. Der jeweilige lokale Veranstalter muss an die GEMA einen Betrag von ca. 300.- EUR für die Aufführungsrechte des Konzertabends abführen. Daraus resultieren 12000.- EUR die durch die GEMA gesamt eingesammelt werden. Die Band erhält durch das angewandte PRO Verfahrenen Anteile an den gesamt erwirtschafteten Aufführungsrechten eines Jahres, welches regionale Bezugspunkte, saisonale Häufigkeit und Gesamtlänge des Titels in einem Multiplikationssystem zu einer Punktezahl interpoliert und die Anteile am erwirtschafteten Gesamtertrag sichert. Verlag und Band finden auf ihrer Abrechnung eine GEMA Lizenz von gerade mal 7.- Euro je Song. Das bedeutet bei 20 Titel ungefähr 140.- Euro – Gerade mal unter 1% der von der GEMA eingeforderten Aufführungsrechte und in eklatantem Widerspruch zur angeblichen Gerechtigkeit des GEMA Verfahrens. In den meisten Fällen jedoch erhalten Künstler noch weit weniger. Die Direktverrechnung greift erst bei sehr großen Veranstaltungen und erweist sich als äußerst tückisch sobald regional verschiedene Vorgruppen mit ebenfalls eigenem Repertoire engagiert wurden. Bei großen Festivals werden die Beträge für nicht GEMA gemeldete Künstler stillschweigend mit erhoben. Der mangelnden Transparenz der Abrechnung steht ein unglaublich aufwendiges Anmeldeverfahren für das aufgeführte Repertoire gegenüber. Dieser Aufwand ist nur für sehr erfahrene Bandmanager, Verlagskaufleute und mit dem GEMA Verfahren seit Jahren vertraute Personen zu bewältigen. Die Verschleierung ist System. Die ungerechtfertigte Bereicherung eines elitären Kreises gewollt.
Beispiel 2: Einer der größten Veranstalter im Metal und Alternativebereich in Berlin veranstaltet im Jahr in einer seiner festen Clubs ca. 400 Diskoveranstaltungen, mit einem monatlichen Verkehr von 5000 Gästen. Hierfür bezahlt er einen Pauschalbeitrag von monatlich 800.- EUR, jährlich 10000.- EUR. Mehr als ein Drittel der aufgeführten Titel des Alternative- und Metalbereichs ist GEMA freies Repertoire. Der Großteil des restlichen Repertoires ist musikalische Subkultur und Spartenmusik, die bei der GEMA generell unter dem Aspekt U geführt wird, jedoch nicht zu den durch das PRO Verfahren bevorzugten Standardwerken gehört. Somit geht der größte Teil dieses Pauschalbetrags zu Gunsten der gar nicht aufgeführten Standardwerke. In Deutschland gibt es ungefähr 200 dieser sehr großen Rockclubs, sowie über 1000 kleinere Diskotheken, die alle Pauschalbeiträge für ihre Veranstaltungen abführen. Der GEMA ist durchaus bewusst, dass der administrative Aufwand einer lückenlosen Dokumentation aller Programmfolgen inklusive Urheberangaben für Veranstalter kaum zu realisieren ist. Konkrete Ansätze, hierfür zu neuen Programmeldesystemen und Verteilungsschlüsseln zu finden, sind bei der GEMA nicht vorhanden. Das Aufstellen von circa 100 stichpunktartigen Blackboxen in Deutschlands Diskotheken zur Dokumentation der aufgeführten Programme wird dem Großteil der nischenmusikalischen Veranstaltungen nicht gerecht. Allenfalls die Spitzenchartthemen der Danceproduzenten kommen hier zu ihren
Tantiemen.Doch es gibt noch weitere wohlstandssichernde Maßnahmen der GEMA, wie zB. Die Verteilung der Abgabe für Medien (CD Rohlinge etc.) sowie Drucker, Computer etc. Die ursprüngliche Idee, durch die Gebühr auf den Rohling den Raubkopierer indirekt doch bezahlen zu lassen wird durch die Abrechnung dieser erwirtschafteten Beträge konterkariert:
1. Die meisten Medien werden für GEMA freies Material wie Datensicherungen etc. verwendet
2. Es gibt einen gänzlich unübersichtlichen Verteilungsplan dieser Gelder. Der Großteil dieser Erlöse wird wieder dem PRO Verfahren zugeführt.
Die Summen sind hier ebenso beträchtlich:
CDR 6,2 ct /je Stck., CDRW 19,7 ct /je Stck., DVD Rohling 13,9 /je Stck.,DVD DL Rohling 38,6 ct /je Stck.,Blueray Disc Rohling 3,47 €/je Stck. bei
Hardwaregeräten mitunter utopisch hoch z.B. Tintenstrahldrucker 80.- EUR

Im Januar 2011 wurde dann auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung über eine Neuregelung der vom Bundesverband der
Computerhersteller (BCH) ausgeschütteten 47 Millionen Euro abgestimmt. Diese außerordentlichen Einnahmen, sowie zukünftige außerordentliche,
vergleichbare Einnahmen sollen nach einem 3 Stufenplan nutzungsbezogen verteilt werden. Auch hier sind die Schlüssel wie in allen Bereichen
intransparent und die Verteilung höchst fragwürdig, im Regelfall zu Gunsten des PRO Verfahrens. Ebenso im Internet versucht die GEMA (Sept. 2010 Landgericht Hamburg) bereits eine Weile zuzugreifen und Gebühren bei allen Providern (Google/YouTube) in astronomischer Höhe zu veranschlagen. 12 Cent für das Streaming eines fünf Minuten langen Songs steht in keiner Relation zu den Einnahmen, die durch Werbebannerverträge erzielt werden.
Beispiel: Ein Künstler der Elektroszene erreicht mit seinem Videoclip circa 3 Millionen Views, verkauft jedoch unter 1000 Alben in Deutschland. Die unrealistische Berechnung der GEMA würde eine Vergütung von über 200000 EUR erlösen und im krassen Widerspruch zu den mechanischen Lizenzvergütungen von gerade mal 400 EUR stehen. Schwer nachvollziehbar, wie Youtube seinen Werbekunden diese Summe rechtfertigen soll. Der Elektrokünstler selbst ist über den publikumsmultiplizierenden Youtube Einsatz höchst erfreut. Er hätte niemals ein preiswerteres Podium finden können, das ihm für die folgenden Veröffentlichungen Tür und Tor zu großen Tourneen und steigenden Verkaufszahlen verhelfen wird.
Sollten hier Grundsatzurteile eine Bresche für die GEMA schlagen, so wird Deutschland zur Wüste für alle Formen zukunftsorientierter alternativer
Kultur, denn gerade das Internet als Vertriebskanal eröffnet neue kostenlose Wege der Eigenwerbung, des progressiven viralen Marketings und der
direkten Kommunikation mit dem Publikum der Zukunft. Eine durch und durch freiheitlich-alternative Verbreitung, von der gerade kleinere Projekte
partizipieren.

Fotonachweis http://buscemiphotography.com/

5 thoughts on “GEMA – Zweiklassengesellschaft der Urheber

  1. Der Zweck der Herstellerabgabe auf CD-Rohlinge und andere Speichermedien ist, meines Wissens, nicht, den Raubkopierer zur Kasse zu bitten, sondern, die gesetzliche Vergütung für erlaubte Verwertungshandlungen – zum Beispiel die Privatkopie gemäß §§ 53, 54 UrhG – abzuführen.

    Wo ich dem Autor allerdings absolut Recht gebe ist, dass der Verteilungsschlüssel der GEMA völlig missraten ist – teilweise zahlen Künstler für die Aufführung ihrer eigenen Werke mehr, als sie nach Abzug der Verwaltungsgebühren ausbezahlt bekommen. Ich hoffe hierbei auf neue Verwertungs- und Vergütungsstrukturen wie etwa die direkte Umsatzbeteiligung bei Spotify.

    • Rechtlich betrachtet wird die Handlung des Raubkopierens sicher nicht durch das Brennen auf einen CD Rohling, für den die gesetzliche Vergütung bezahlt wurde, nachträglich lizensiert. Wäre fürs Filesharing durchaus eine Überlegung, wenn alle kopierten Musikstücke nur auf einmal bespielbaren Medien landen würden und für die eine gesetzliche Vergütung gezahlt wurde. Wobei die dann natürlich viel höher sein müsste.

      Pauschalmodelle sind sicher die Wahl einer der Partizipation und Teilhabe verpflichteten Informationsgesellschaft. Allein die Abrechnung solcher Pauschalen kann man nicht einem so Lobbyinteressengesteuerten Verein wie der GEMA überantworten. Das wäre grob fahrlässig gegenüber den kleinteiligen Urhebern, wie Deine und meine Band.

  2. Wie die Musikindustrie seit der Nachkriegszeit Kultur im Keime erstickt um ihre eigenen Gewinne zu steigern. Wie sie dafür die GEMA und die großen Radiosender nutzt und diese zu ihren Handlangern macht.

    Was wären die Kölner ohne ihre Lieder, Was wäre New York ohne seinen Song von Frank Sinatra “New York New York“. Wie viel Geld müsste man für Werbung ausgeben, für eine Region oder Stadt, um das gleiche zu erreichen was solche Lieder schaffen.
    Lieder können zu Selbstläufer werden und damit eine unbezahbares positives Licht auf eine Stadt oder Region geben.
    Die Musikindustrie hat an solche Songs allgemein kein Interesse, weil damit in den meisten Fällen kein Geld zu verdienen ist.
    Der Musikmarkt hat eine bestimmte Größe wo man Gewinne machen kann.
    Es ist sozusagen ein großer Kuchen und umso mehr davon Essen wollen umso weniger wird es für den Einzelnen.
    Am effektivsten ist es für die Musikindustrie, die in Musiklabels organisiert sind, wenig auszugeben und damit viele Gewinne zu machen. Das kann man, indem man Zeit und Geld in wenige Künstler steckt die am besten eine Sprache sprechen/singen die man in der ganzen Welt verkaufen kann (English). So versuchen und schaffen es auch diese großen Labels die besten Künstler und Komponisten unter Vertrag zu bekommen. Wer nicht unter Vertrag steht ist Konkurrenz. Diese Konkurrenz gilt es zu vernichten da diese von dem Kuchen was abhaben möchten. Vernichten klingt ziemlich brutal, ist aber so. Der Wahnsinn ist, das sie es schaffen dieses noch zu finanzieren mit Geldern von der GEMA, GEZ , und Steuern.
    Indem alles im Keime erstickt wird.

    Ich möchte hiermit zeigen wie das funktioniert.

    Seit den Fünfzigern bis zu Ende der Neunziger gab es nur die Möglichkeit Musik durch Radiosender, Fernsehen, Presse und Auftritte bekannt zu machen. Komponisten, Sänger und Musiker die keinen Vertrag mit den großen Labels haben sind Bittsteller. Sie möchten bitte, das ihre Musik im Radio und Fernsehen läuft, damit die Künstler (Sänger,Musiker,Komponist) bekannter werden, Anerkennung bekommen und bessere Verdienstmöglichkeiten haben. Um etwas von dem großen Kuchen abzukriegen.. Die Radiosender sind die Bittsteller bei den großen Labels. Die die großen Künstler und Komponisten unter Vertrag haben, wie Michel Jacksen, Madonna, Robbie Williams und jetzt Lady GAGA u.s.w. und die Komponisten. Die Radiosender möchten diese Lieder von den großen Labels nutzen und über ihren Radiosender senden. Dafür müssen die Sender bezahlen. Die großen Labels machen Druck nur ihre Lieder zu senden.
    So bekommen die meisten Künstler (haben keinen Vertrag bei den Großen) immer die gleiche abweisende Antwort von den Radiosendern (wenn sie überhaupt eine Antwort bekommen). Ihr Song passt nicht in unser Format!!!

    Ein Beispiel wie Kultur vernichtet wurde und wird.
    Kleine Künstler, die sich auch für ihre Region oder Stadt stark machten, wurden nicht in Radiosendern gesendet. Ohne Verdienste bleibt man Hobbymusiker, wo man meistens auch dieses aufgibt.
    z.B. Das Ruhrgebiet hat wenige bekannte Lieder, da diese nicht von den Radiosendern gefördert worden sind. Die wenigen bekannten Ruhrgebietslieder, wurden von bekannten Schauspielenr gesungen, wo die Lieder bei den großen Labes unter Vertrag stehen.(Coversongs)
    Die Öffentlichen Rechtlichen haben einen Kulturauftrag. Das heißt Kultur zu fördern.
    Dafür bekommen allein nur die Radiosender jedes Jahr über 250 Millionen Euros.
    Kölner Musik wird gefördert. Besonders zu Karneval, da läuft die Musik im Fernsehn und im Radiosender rauf und runter. Viele Kölner Künstler (Komponisten;Sänger,Musiker) verdienen gutes Geld. Die davon sogar leben können. Köln hat dadurch eine super Vermarktung der eigenen Stadt.(So könnte es überall in Deutschland funktionieren)
    ,. Eine große Ausnahme in Deutschland. Das liegt daran, das die großen Labels und Medien dort in Köln ihr zuhause (Firmensitz) haben. Natürlich haben diese Künstler auch den richtigen Vertrag bei den großen Labels (dann klappt es auch mit dem Radio).
    Aber die Musikindustrie in Form von großen Labes kriegen den Hals nicht voll. Sie möchten immer und immer mehr Geld . Dafür nutzen Sie die GEMA. Die GEMA vertritt die Komponisten die die Lieder komponieren. Viele Komponisten haben sich angemeldet bei der GEMA. Sie sind dadurch aber keine GEMA Mitglieder. Nur ordentliche GEMA Mitglieder sind Mitglieder die Gesetze in diesem Verein verändern und bestimmen dürfen. Das wird man nur, wenn man eine gewisse Menge an Einnahmen bei der GEMA erwirtschaftet. Das haben nur ca 3000 von über 65 000 geschafft. Diese ordentlichen GEMA Mitglieder, wozu auch Verleger der großen Label gehören (Verlag) bestimmen, das die erwirtschaften GEMA Gelder von Liedern die in Internetradios, Fußballstadion, Kneipen, kleiner TV Sender, Discos, Internetdownloads in einen großen Topf kommen, und denen zugespielt werden, die viel in den großen Radisendern laufen. Sie begründen genaues Abrechnen würde zuviel Aufwand und Geld kosten. So werden die meisten Komponisten nicht nur um ihr Geld gebracht, sondern auch um ihre Anerkennung . Da Sie namentlich nicht erfasst werden. Die ordentlichen GEMA Mitglieder haben den meisten Profit, wenn Sie den großen GEMA Topf füllen mit unbekannten Komponisten wo sie dann die Gewinne auf die im Radio gespielten Komponisten hinsteuern. Dadurch kommen nur bestimmte Künstler und Komponisten in die Radio und Fernsehender.(Auch der GEMA Vorstand)
    Die Kultur bleibt da auf der Stecke. Die GEMA kassiert im Jahr über 850 Millionen Euro.
    Ein Teil davon nutzen Sie für Kulturelle Zwecke, wie sie behaupten.
    Sie organisieren große Feste, wo ihre Komponisten und diejenigen Künstler Preise erhalten. Politiker werden dazu eingeladen, die nur glückliche Komponisten und Künstler dort antreffen. Diese Politiker lassen sich dadurch blenden, weil der Größte Teil der Komponisten die unglücklich mit der GEMA sind, kein Forum haben.

    So läst sich die Musikindustrie ihre Kulturvernichtung durch GEZ und GEMA- Einnahmen finanzieren. Und die Deutschen Gerichte geben Ihnen noch recht, da Sie ja im Sinne der. GEMA Mitglieder handeln (nur 3000 ,wie gesagt der größte Teil der Komponisten sind keine GEMA Mitglieder) Die GEMA ist noch so dreist und sagt öffentlich, das die ordentlichen GEMA Mitlg. das meiste Geld erwirtschaften, und deswegen das alleinige Bestimmungsrechte haben und die Deutschen Richter geben der GEMA Recht. Ein Monopol Verein der keine Konkurrenz duldet.
    Wahnsinn, so was in Deutschland. Deutschland, das jedes Land tadelt was nicht demokratisch ist und selber so ein Monopol Eliteverein den Rücken stärkt.

    Auch die GVL ist ein Monopol. Sie macht gewinne von 170 Millionen EURO im Jahr.
    Die Ausschüttungen erhalten so gut wie nur die Musiker die in den Großen Radisendern gesendet werden Diese Sender werden von den großen Labels Dominiert.

    Nur mal ein Beispiel wie man mit Kultur und die dafürigen Gelder umgeht.

    Die Köpfe der Kulturhauptstadt 2010 von EUROPA (Ruhrgebiet/Essen),
    waren Herr Pleitgen Ex Intendant des WDR und Herr Gorny von der Musikindustrie.
    Sie haben das gemacht was sie immer machen.(ausschließen). So gut wie alle Ruhrgebietskünstler waren ausgeschlossen. Ob bei der Emscherkunst oder be2“ Sing“ in der Schalkearena. Auf der Bühne waren keine Künstler aus dem Ruhrgebiet , wenn schon Deutsche dann Kölner…
    ……………………………………………………………………………………………

    Wie viele Künstler hätten von ihrer Kunst leben können. Wie viele talentierte Musiker, Sänger und Komponisten haben aufgegeben, weil der Deutsche Staat der Musikindustrie soviel Macht zugespielt hat und seine Aufsichtspflicht seit Jahrzehnten verletzt. Ein Patentamt ist für so eine Aufgabe überfordert.
    Wie viele Lieder hätte allein das Ruhrgebiet haben können wenn man dieses nicht im Keime ersticken lassen hätte. Das ist Kulturvernichtung für den Profit der Musikindustrie.
    Es gibt nur eine Möglichkeit dieses weiterhin für die Zukunft zu verhindern.
    Die GEMA muss Demokratisch werden. Alle Komponisten müssen bei der GEMA Wahl und Bestimmungsrechte haben. (Und dafür nicht zwei Tage nach Berlin oder München reisen zu müssen)
    Erst dann kommen die öffentlichen Rechtlichen aus der Geisel der ordentlichen GEMA Mitglieder. Weil dann alle bestimmen können, auch, z.B. so das fast überall die Komponisten namentlich erfasst werden (nicht nur bei den großen Fern- und Radiosendern) und ihre Lizenzen bekommen die ihnen zustehen. Der Druck von den großen Labels läst bei den Radiosendern nach , da dort nicht mehr alleine das Geld verdient wird. Auch das kleine aber Kulturstarke Lied hat eine Chance gespielt zu werden.

    Die GEMA würde für den Steuerzahler günstiger werden ,(850 Millionen zahlt am Ende der Steuerzahler) da nicht eine kleine Elitegruppe samt GEMA Vorstand die GEMAKOSTEN nach oben treibt. Sondern die Masse der einzelnen GEMA Mitgl würden mehr erhalten trotz weniger Einnahmen der GEMA z.B. bei den Veranstaltern.

    Es ist noch nicht lange her da brauchte die GEMA die Unterschriften von allen GEMA Mitglieder (über 60 000) auch von angeschlossenen und außerordentlichen. Damit die GEMA im Onlinegeschäft das Recht hat zu kassieren. Jetzt kommt die GEMA- Strategie .Die GEMA hat jetzt die Unterschriften .Da die GEMA von ordentlichen GEMA- Mitgliedern (ca 3000) gesteuert und beherrscht wird (Haben die Bestimmungsrechte)werden die Einnahmen nicht dehnen zugewiesen die das Lied komponiert haben bei Internet downloads Verkäufen. Sondern ein großer Teil der Gelder sollen dahin geführt werden , wo die organisierten ordentlichen GEMA Mitglieder das Medium beherrschen und dort Ihre Einnahmen machen. Zu den großen Radiosendern .Dort wird nur bestimmte Musik gesendet ;-). Bei der Mitgliederversammlung vom 20.-22.06.2011 wurde darüber entschieden wieviel das seien wird. An und außerordentliche GEMA Mitglieder (der größte Teil) dürfen nicht teilnehmen.

    Ich Detlef Lauster bitte, wünsche mir das der Deutsche Staat die allein Herrschaft der Musikindustrie auflöst. In dem sie die GEMA demokratisiert.

    Damit nicht nur eine Elitegruppe Geld verdient und damit allein gefördert wird.
    Sondern jeder begabte Musiker, Sänger und Komponist das Recht hat, sich Anerkennung zu erarbeiten und damit auch Gewinne zu erzielen (auch wenn er nicht unter Vertrag steht bei den großen Labels). Mit dem Ziel sich davon ernähren zu können.
    Musik lebt davon gehört zu werden und braucht ein Forum, wo die Musikschaffenden auch gerecht ihr Geld bekommen. Es ist klar, das nicht die Öffentlichen Rechtlichen alle Musik senden können. Das haben schon die Internetradiosender übernommen, die sozusagen den Kulturauftrag übernehmen und das ohne Kosten für den Steuerzahler. Es darf aber nicht sein das nur die Künstler Gelder erhalten die in den großen Radiosendern laufen Heute in der Digitalen Welt ist das Registrieren von Musik ein Kinderspiel und muss nicht von Hand einzeln notiert und registriert werden. Alles könnte voll automatisch gehen.

    Gibt den Komponisten, Musikern, Sängern eine Chance auch ohne Vertrag bei den großen Labels.
    Das ist ware Kultuförderung, damit wir das werden, was wir mal waren.
    Das Land der Dichter und Denker.

    Mir ist bewusst, das ich mich mit den größten aller größten im Musikgeschäft angelegt habe und damit meine Musikkarriere fast am Ende ist.
    Ich werde aber trotztdem nicht aufgeben und weitermachen.
    Weil Musik mein Leben ist

    Glück auf
    Detlef Lauster

  3. Pingback: ePetition: Aufehbung der GEMA Vermutung

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